Matthias Hammer

Matthias Hammer geboren 1966 in München seid 1987 in Wien, seit 1993 inter-familiärer Bezug zu Gmunden/Salzkammergut, seit 2017 weiteres Atelier im Weinviertel. Bis 1995 Bildhauerei Studium an der Akademie der bildenden Künste Wien und Universität für angewandte Kunst. 1991 bis 1995 Assistent von Franz West. Seit 2004 Lehrtätigkeit „Metallgestaltung“ an der Akademie der bildenden Künste Wien. Zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland.

hammertime – or repetition is what I like

Aus der Serie „hammers’ erlebniswelten“ stellt der Bildhauer Matthias Hammer mit der Arbeit „hammertime – or repetition is what I like“ einen überdimensionierten, vermeintlich benutzten metallenen Verschluss zum Sektkorken fixieren aus, auch bekannt unter dem Fachausdruck: „Agraffe“. Ein Verweis auf ein aus den Fugen geratenes Gelage? Mitnichten! Es darf und soll spekuliert werden….Matthias Hammer ist bei aller Inhaltlichkeit seiner Arbeit, die sich konsequent aus seinem Lebensentwurf entwickelt, ein stilsicherer Künstler. Kitschige Inszenierungen aus „trash“ gerinnen bei ihm ebenso zur Skulptur wie das mit handwerklichem Geschick gestaltete Objekt. So bietet Matthias Hammer mit seinem „hammertime – repetition is what I like“ auch eine formale Leseart als Beitrag zu Geschichten um „moderne Mythen“. Matthias Hammers Installationen „hammers’ erlebniswelten“ entwerfen eine Situation, in der Dinge, die den Alltag bereichern sollen, genau in ihr Gegenteil kippen. „Gemütliches“ wird abweisend und sonderbar, „Niedliches“ wirkt befremdlich,„Natürliches“ erscheint künstlich und „Praktisches“ erscheint unbrauchbar. Trotzdem gewinnt man nicht den Eindruck, dass es dem Künstler vorrangig um die Kritik bürgerlicher und zivilisatorischer Errungenschaften geht. Dafür ist seine Welt zu witzig uns skurril, sein Umgang mit den Dingen zu spielerisch und seine Identifikation mit ihnen zu deutlich sichtbar. Vielmehr sieht man in seinen Arbeiten ein fasziniertes Staunen über die Fähigkeiten, aber auch die Verwirrungen menschlichen Erfindungsgeistes und vor allem die unablässigen Versuche, sich in dieser so modernen, offenen und auch künstlichen Welt emotional einzurichten.

Ausstellungen